Sonderausstellung
„Jugendkultur der 50er bis 80er Jahre“
Wie veränderten sich Jugend, Freizeit und Lebensgefühl von den 1950er bis in die 1980er Jahre?
Die Ausstellung im Bachgaumuseum Großostheim lädt zu einer Zeitreise durch Musik, Kino, Fernsehen, Mode, Styling, Wohnen, Urlaub und das Lebensgefühl einer bewegten Zeit ein. Mit zahlreichen Originalobjekten, Bildern, Plakaten und Erinnerungsstücken wird eine Epoche lebendig, in der sich Jugendkultur, Alltag und gesellschaftliches Leben grundlegend wandelten und das Lebensgefühl ganzer Generationen prägten. Kurator Volker Gröschl freute sich nach 9-monatiger Vorbereitung auf die Eröffnung und die Präsentation der Ausstellung am 11. Oktober 2026. Die Sonderausstellung läuft bis einschließlich Dezember 2027.
- Ort: Bachgaumuseum Großostheim, Nöthigsgut am Marktplatz 1, 63762 Großostheim
- Öffnungszeiten: Sonntags von 14 bis 17 Uhr
- Eintritt: Der Besuch der Sonderausstellung ist im regulären Museumseintritt von 3,00 Euro enthalten.
- Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.
- Kurator: Volker Gröschl
- Kuratorische Assistenz: Elisabeth Schenk, Reiner Bott, Mariette Gröschl
- Veranstalter: Geschichtsverein Großostheim e.V.
- Projektteam Geschichtsverein: Ewald Lang, Karlheinz Ostheimer, Monika Frey-Vogel
- Träger: Markt Großostheim (Bachgaumuseum)
Von den Tanzorchestern und Schlagern der 50er Jahre über Twist, Beat, Flower-Power und Rock bis zur Disco der 70er und 80er wird die Entwicklung der Jugendkultur anschaulich. Dabei bleibt die Ausstellung nicht bei Musik und Freizeit stehen: Auch das Zeitgeschehen spiegelt sich in den Exponaten wider – von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen über die Auseinandersetzung mit der RAF bis hin zu Sportereignissen, die ganze Generationen bewegten.
Auch die Arbeits- und Alltagswelt erzählt vom Wandel der Zeit: Einige Ausbildungsberufe, die heute weitgehend verschwunden sind, und einst beliebte Hobbys erinnern an eine Lebenswelt, die sich in wenigen Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Technik und Kommunikation zeigen zugleich, wie rasant dieser Wandel voranschritt. Und auch auf dem Teller wurde die Veränderung sichtbar: Mit der italienischen Küche, der Pizza zum Mitnehmen und neuen gastronomischen Konzepten wie Bistro und Brasserie wandelten sich Essgewohnheiten und Ausgehkultur der Jugend.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bachgau und der Untermain-Region. So verbindet die Ausstellung die große Zeitgeschichte mit den persönlichen Erinnerungen der Menschen vor Ort – und zeigt, wie sehr sich gesellschaftlicher Wandel im ganz alltäglichen Leben widerspiegelte.
Hinweis zur Barrierefreiheit: Die Sonderausstellung und Teile des Bachgaumuseums sind aufgrund der historischen Bausubstanz nur eingeschränkt zugänglich. Der Ausstellungsbereich der Sonderausstellung ist nur über Treppen erreichbar.
Kinder entdecken gemeinsam mit Eltern oder Großeltern, wie sich Musik, Mode und Freizeit verändert haben:
Auch für junge Besucher gibt es etwas zu entdecken: Max & Mia begleiten Kinder mit einer eigenen Frageserie durch die Ausstellung. Dabei können sie gemeinsam mit Eltern oder Großeltern entdecken, wie sich Musik, Mode und Freizeit verändert haben – und vielleicht erzählen Oma und Opa dabei die eine oder andere eigene Geschichte aus dieser Zeit.
Weitere Belege
Von der Leinwand ins Wohnzimmer: Ein Fest für Cineasten und TV-Nostalgiker
Die Ausstellung lässt die magische Welt der Bilder mit einer beeindruckenden Fülle an Exponaten aufleben. Der Bogen spannt sich von den beiden ehemaligen Großostheimer Kinos über die traditionsreiche Kinopassage Erlenbach bis hin zur glanzvollen Aschaffenburger Kinowelt mit Häusern wie dem Gloria-Palast, Casino, Rex oder Bavaria. Originale Kinoplakate, historische Bildbände und seltene Autogrammkarten dokumentieren den Glanz der großen Leinwand.
Auch die trendigsten Clubs und Diskotheken der Region werden in Erinnerung gerufen. Auf die Kult-Festivals wird auch eingegangen, mit zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos:
Als „Woodstock“ auf die Platte kam: Das Pop-Meeting 1970
Am Wochenende des 12. and 13. September 1970 erlebte unsrere Region ihr erstes großes Open-Air-Wunder: Auf dem Plateau „Auf der Platte“ oberhalb von Groß-Umstadt pilgerten auch aus dem Untermain unzählige Jugendliche zum „1. Pop-Meeting“. Der Pflaumheimer Musik-Aktivist und Frontmann Franz Ullrich stand mit seiner Band Sea am Samstagabend auf der Bühne.